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Pressemitteilung des BDLS 22 / 2018

Berlin – Im Streit um den Tarifvertrag für die rund 23 000 Beschäftigten konnte weiterhin keine Einigung erzielt werden. Die Arbeitgeber hatten ein Angebot über 2 bis 8,1 Prozent pro Jahr vorgelegt, welches die Gewerkschaft ablehnte.

„Seit gestern haben wir zusammen gesessen, um in der nun vierten Verhandlungsrunde doch noch zu einer Einigung zu kommen. Ver.di will aber scheinbar keinen Tarifvertrag verhandeln, sondern lieber streiken“, so Rainer Friebertshäuser, Leiter der Tarifkommission auf Arbeitgeberseite. Am ersten Verhandlungstag habe man fast den ganzen Tag über Nebensächlichkeiten diskutieren müssen, die nichts mit der eigentlichen Entgelterhöhung für die Beschäftigten zu tun haben. „Es macht den Eindruck, man wolle so viele Nebenschauplätze eröffnen, wie möglich, um gar nicht ernsthaft in Verhandlungen über Lohnerhöhungen für die Beschäftigten treten zu müssen“, vermutet Friebertshäuser mit Unverständnis.

Verd.i hält stur an der Forderung von 20 Euro pro Stunde für alle Tätigkeiten mit behördlicher Prüfung fest. Ein Luftsicherheitsassistent verdient aktuell in Vollzeit je nach Flughafen zwischen 2 325 Euro und 2 745 Euro im Monat. Und das bei einer Anlerntätigkeit“, so Friebertshäuser. Die Forderung der Gewerkschaft würde monatlich 3 200 Euro für alle Tätigkeiten an allen Flughäfen bedeuten - dies bedeutet Erhöhungen um bis zu 55 Prozent.

„Solche Vergütungen führen beispielsweise das gesamten Lohngefüge im Öffentlichen Dienst für Beschäftigte mit Berufsausbildungen ad absurdum“, so Friebertshäuser. Ver.di scheine daran allerdings überhaupt nicht interessiert zu sein.

Die Friedenspflicht des derzeit noch gültigen Tarifvertrags läuft am 31.12.2018 aus. „Das Verhalten der Gewerkschaft während der aktuellen, zweitägigen Verhandlung lässt deutlich darauf schließen, dass die Gewerkschaft streiken will. Neben den Arbeitgebern, Flughäfen und Fluggesellschaften werden dann auch wieder unzählige Passagiere durch die Arbeitskampfmaßnahmen der Gewerkschaft geschädigt. Für alle Beteiligten des Luftverkehrs bedeuten Streiks massive Verspätungen, Flugausfälle und extrem hohe Schadensummen. „Ver.di nutzt die Auswirkungen solcher Streiks an Flughäfen schlichtweg aus“, so Friebertshäuser.

Der nächste Verhandlungstermin findet am Mittwoch, den 23.01.2019 statt.

Hier finden Sie weitere Informationen:

-    Lohnübersicht Luftsicherheitsassistenten nach Bundesland

-    Entgeltübersicht Tätigkeiten an Verkehrsflughäfen, gem. Luftsicherheitsgesetz

-    Übersicht Forderungen ver.di




Brancheninformationen (www.bdls.aero)
Die Luftsicherheitsunternehmen an den Verkehrsflughäfen in Deutschland beschäftigen bundesweit rund 23.000 Sicherheitsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter. Im Jahr 2017 wurde ein Umsatz von ca. 840 Mio. Euro erzielt. Die im BDLS organisierten Unternehmen haben mit ca. 750 Mio. einen Anteil von 75 % am Markt. Sie beschäftigen rund 15.000 Sicherheitsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter in den Bereichen §§ 5, 8, 9 und 9a LuftSiG sowie Servicedienstleistungen. Darunter sind rund 8.700 als Luftsicherheitsassistentinnen und –assistenten, etwa 5.000 als Luftsicherheitskontrollkräfte und rund 1.300 mit Servicetätigkeiten beschäftigt

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