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BDLS Pressemitteilung 09 / 2018

Berlin – Die derzeitige Diskussion rund um eine geforderte Neustrukturierung der Luftsicherheit greift dem Präsidenten des Bundesverbandes der Luftsicherheitsunternehmen zu kurz: „Eine Neustrukturierung ist dringend erforderlich, aber diese muss sinnvoll und effektiv gestaltet werden, um einen tatsächlichen Mehrwert für die Sicherheit und zeitgleich eine Erleichterung für die Passagiere zu erzielen. Eine reine Schuldzuweisung zwischen den Akteuren ist nicht
zielführend“, so BDLS Präsident Udo Hansen.

Im Vorfeld der Sommerferien ist die Diskussion um die oft langen Wartezeiten an den Sicherheitskontrollen in vollem Gange. Besonders die Frage der Organisation dieser Kontrollen ist für viele ein Schwerpunktthema geworden. „Letztendlich hilft es keinem Beteiligten, ob Flughäfen, Airlines, Bundespolizei oder Dienstleister, die Schuld für Warteschlangen zugewiesen bekommen, denn es gibt nicht eine Ursache sondern diverse Einflussfaktoren, die zusammen kommen“, so Hansen.

Weder seien die Sicherheitsdienstleister oder die Bundespolizei alleine für lange Warteschlangen verantwortlich, noch liege es ausschließlich an der Organisation der Kontrollen. Die Tatsache, dass viele Flughäfen nun die Zahl der Kontrollstellen durch Baumaßnahmen schnellstmöglich erhöhen wollen, zeige deutlich, dass räumliche Einschränkungen an den Flughäfen die Durchführung optimaler Sicherheitskontrollen derzeit unmöglich machen.

Ebenso spiele, so Hansen, die nicht rechtzeitige Anpassung der Personalstärken und der genutzten Technik an das gestiegene Passagieraufkommen eine große Rolle. „Seit Jahren ist klar, dass die Zahl der Reisenden und damit die Zahl der zu kontrollierenden Personen massiv ansteigt. Hier hätten insbesondere die Auftraggeber für Sicherheitsdienstleistungen frühzeitig reagieren und die Verträge mit den Dienstleistern entsprechend anpassen müssen“, so Hansen.

Der BDLS ist bereit, mit allen beteiligten Akteuren einen konkreten Plan zur Verbesserung und Effizienzsteigerung der Sicherheitskontrollen zu erarbeiten. „Die Veränderung der komplexen Situation der Luftsicherheitskontrollen müssen wir ergebnisorientiert und vor allem gemeinsam angehen“, so Hansen.

 

 

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