BDL | 21.05.2026
Der Deutsche Bundestag hat an diesem Donnerstag die Rücknahme der Luftverkehrsteuer-Erhöhung von 2024 beschlossen. Dazu äußert sich Jens Bischof, Präsident des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL):
„Die Rücknahme der jüngsten Erhöhung der Luftverkehrsteuer begrüßen wir als Bekenntnis zum Luftverkehrsstandort Deutschland. Das ist ein wichtiges Signal, denn bei der Belastung durch staatliche Standortkosten ist Deutschland europaweit in der Spitzengruppe. Dafür möchten wir Danke sagen.
Klar ist aber auch: Auf die heutige Entscheidung müssen weitere Entlastungen folgen – und zwar zeitnah. Denn mit der Rücknahme der jüngsten Erhöhung der Luftverkehrsteuer sinkt die Belastung je Fluggast nur um rund 2,50 Euro. Damit der Luftverkehrsstandort Deutschland im europäischen Vergleich wieder wettbewerbsfähig wird, brauchen wir aber eine Entlastung um 15 Euro je Passagier. Eine Sonderabgabe wie die Luftverkehrsteuer kennen 20 andere europäische Staaten gar nicht. Das schwächt die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland massiv.
Nötig ist daher die rasche Umsetzung weiterer im Koalitionsvertrag angekündigter Maßnahmen. Dazu gehören insbesondere die Dämpfung der Flugsicherungskosten sowie effizientere und kostengünstigere Luftsicherheitskontrollen. Wichtig ist außerdem die Rückkehr zu einem fairen und ausgewogenen Absenkungsmechanismus bei der Luftverkehrsteuer, um die Kosten des europäischen Emissionshandels (EU-ETS) auszugleichen, die EU-Airlines einseitig belasten.
Deutschland braucht einen starken und souveränen Luftverkehr. Für unsere exportorientierte Wirtschaft, internationale Lieferketten und die globale Anbindung unseres Landes ist er von strategischer Bedeutung. Wir dürfen uns dabei nicht in immer stärkere Abhängigkeit von ausländischen Airlines und anderen Staaten begeben. Deshalb braucht der Luftverkehr dauerhaft faire Wettbewerbsbedingungen und spürbare Entlastungen in Deutschland und Europa. Nur so lässt sich auch die internationale Anbindung unserer regionalen Flughäfen dauerhaft sicherstellen, auf die unsere Wirtschaft dringend angewiesen ist.
Um kurzfristig die Folgen der Nahost-Krise abzudämpfen – insbesondere die Kostenexplosion beim Kerosin – ist zudem eine temporäre Aussetzung der Luftverkehrsteuer sinnvoll, um Liquidität im System zu halten und Konnektivität für Wirtschaft, Lieferketten und Tourismus zu sichern.“
Kontakt:
Alexander Klay
Pressesprecher | Press Spokesperson
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