BDL | 13.10.2026
BDL-Statement zum Beschluss des CDU-Präsidiums zum Luftverkehrsstandort Deutschland:
„Der BDL begrüßt den jüngsten Beschluss des CDU-Präsidiums, die Flugsicherungsgebühren kurzfristig senken und die Luftverkehrsteuer reduzieren zu wollen.
Die CDU benennt damit zentrale Ursachen für die schwache Entwicklung des Luftverkehrsstandorts Deutschland. Jetzt muss die Regierung diesen Forderungen auch konkrete Maßnahmen folgen lassen. Weitere Absichtserklärungen halten keine Flugverbindung im Markt. Als Erstes geht es darum, dass die Absenkung der Flugsicherungsgebühren bereits im Bundeshaushalt 2027 abgesichert wird. Die Entlastung muss zu Beginn des kommenden Jahres bei den Unternehmen ankommen. Niedrigere Flugsicherungsgebühren können dabei nur ein Baustein einer Gesamtstrategie sein. Auch die Luftsicherheitsgebühren müssen deutlich sinken. Und es braucht einen konkreten Vorschlag, wie die Luftverkehrsteuer auf ein wettbewerbsfähiges Niveau gesenkt und perspektivisch ganz abgeschafft werden kann.
Entscheidend ist, dass die staatlichen Standortkosten insgesamt wieder ein wettbewerbsfähiges Niveau erreichen. Denn eine Entlastung an einer Stelle darf nicht durch zusätzliche Belastungen an anderer Stelle aufgezehrt werden.
Besonders dringlich ist das im innerdeutschen Luftverkehr. Hier schlagen die hohen deutschen Standortkosten gleich doppelt zu Buche: auf dem Hin- und Rückflug. Das macht viele Verbindungen unwirtschaftlich. Die Folgen sind ein schrumpfendes Angebot, weniger direkte Verbindungen zwischen den Regionen und eine schlechtere Anbindung an die internationalen Drehkreuze Frankfurt und München. Gute Erreichbarkeit ist für Unternehmen, Investitionen und Arbeitsplätze jedoch eine entscheidende Voraussetzung für wirtschaftliches Wachstum. Die Bundesregierung hat es in der Hand, die staatlichen Kosten zu senken. Mit dem Bundeshaushalt 2027 muss sie jetzt einen verbindlichen Schritt machen.“
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