Pressemitteilung des BDLS 15 / 2018

Berlin – Anlässlich der anstehenden ersten Tarifverhandlungen zwischen der Gewerkschaft ver.di und dem Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen hat ver.di ihre Forderungen verkündet. „Mit Erstaunen und wenig Verständnis haben wir die völlig unrealistischen Forderungen der Gewerkschaft im Internet und auf Flugblättern gelesen“, so BDLS Präsident Udo Hansen. Die Forderungen zu den Lohnerhöhungen belaufen sich für manche Bundesländer auf fast 40 Prozent.

Auch in der Vergangenheit gingen Gewerkschaften mit extremen Forderungen in die Verhandlungen. „Zwischen verantwortungsvollen und zielorientierten Sozialpartnern sollte man unserer Auffassung nach auf derartig unrealistische und wenig seriös erscheinende öffentliche Verlautbarungen und entsprechendes Säbelrasseln verzichten.“, so Hansen. Kein Unternehmen könne solche Forderungen auch nur ansatzweise erfüllen und dies sei auch der Gewerkschaft klar.

Neben der Forderung nach einer einheitlichen bundesweiten Vergütung, durch die Erhöhungen zwischen knapp 17 Prozent und 36,05 Prozent gefordert werden, stellt die Gewerkschaft noch weitere nicht finanzierbare Forderungen an die Luftsicherheitsunternehmen.

„Der BDLS setzt darauf, dass die anstehenden Verhandlungen von Ernsthaftigkeit, Seriosität und der gemeinsamen Verantwortung für die nachhaltige Sicherung von Arbeitsplätzen und einer gesunden, wirtschaftlichen Zukunft seiner Mitgliedsunternehmen geprägt sein werden. Dabei wird die Arbeitgeberseite natürlich auch die Belange der Mitarbeiter im Auge haben“, so Hansen.




Brancheninformationen (www.bdls.aero)
Die Luftsicherheitsunternehmen an den Verkehrsflughäfen in Deutschland beschäftigen bundesweit rund 23.000 Sicherheitsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter. Im Jahr 2017 wurde ein Umsatz von ca. 840 Mio. Euro erzielt. Die im BDLS organisierten Unternehmen haben mit ca. 750 Mio. einen Anteil von 75 % am Markt. Sie beschäftigen rund 15.000 Sicherheitsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter in den Bereichen §§ 5, 8, 9 und 9a LuftSiG sowie Servicedienstleistungen. Darunter sind rund 8.700 als Luftsicherheitsassistentinnen und –assistenten, etwa 5.000 als Luftsicherheitskontrollkräfte und rund 1.300 mit Servicetätigkeiten beschäftigt

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