Presseinformation des Fachverbandes 22 / 2016

Berlin/Frankfurt – Trotz eines erneuten Angebotes der Arbeitgeberseite konnten sich die Tarifvertragsparteien in der heutigen dritten Verhandlungsrunde nicht einigen. Für die Beschäftigten an den Flughäfen in Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland gibt es somit keine Lohnerhöhungen zum Jahresbeginn. „Wir sind heute bis auf 17 € für die Luftsicherheitsassistenten in Hessen gegangen – aber auch das ist ver.di noch nicht genug“, so Rainer Friebertshäuser, Leiter der Tarifkommission des Fachverbandes Aviation, mit großem Unverständnis über die erneute Vertagung der Verhandlungen. 

Bei einer Laufzeit von zwei Jahren hatten die Arbeitgeber Erhöhungen auf 17 Euro pro Stunde für die hessischen Luftsicherheitsassistenten sowie zwei Mal 2,6 Prozent mehr Lohn für alle anderen Lohngruppen angeboten. „Die Gewerkschaft fordert in manchen Bereichen weiterhin bis zu 15 Prozent mehr Stundenlohn und zeigt sich dort nicht zu Kompromissen bereit“, so Friebertshäuser. Solche Forderungshöhen seien einfach nicht umsetzbar. 

Da sich die Tarifparteien zum nächsten Verhandlungstermin erst wieder am 11. Januar 2017 treffen, seien Anpassungen der Löhne zum Jahresbeginn nicht mehr umsetzbar.  

 

Brancheninformationen (www.bdsw.de)

Private Sicherheitsdienstleister in Deutschland beschäftigten bundesweit derzeit über 250.000 Sicherheitsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter. Im Jahr 2015 wurde ein Umsatz von ca. 6,90 Mrd. Euro erzielt. Die im BDSW organisierten Unternehmen bieten vor allem hochwertige Dienstleistungen an. Dazu gehören u.a. Personen- und Gepäckkontrollen an Flughäfen, Schutz von Kraftwerken und anderen Einrichtungen der Kritischen Infrastruktur sowie von militärischen Liegenschaften, Pforten- und Empfangsdienste, qualifizierte Objekt- und Werkschutzdienste. Eine stark zunehmende Bedeutung hat die Kombination von moderner Sicherheits- und Überwachungstechnik mit personellen Dienstleistungen („Integrierte Sicherheitslösung“). Auf den bundesdeutschen Verkehrsflughäfen arbeiten mehr als 20.000 Sicherheitskräfte auf Grundlage der verschiedenen Aufgaben nach dem Luftsicherheitsgesetz. Der Umsatz beträgt ca. 700 Mio. Euro. 

 

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